Direkt zum Inhalt
Startseite
Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt

Hauptnavigation

  • Erhalternetzwerk
    • Aufgaben und Ziele
      • Prioritäten der Sortenerhaltung
      • Sortenechtheit
    • Bedeutung der Vielfalt
    • Ausgangssituation
    • Organisationsstruktur
    • Pomologische Kommission
    • Planungen
  • Sortenbörse
    • Abgabebedingungen
    • Edelreiser
      • Äpfel
      • Birnen
      • Süßkirschen
  • Erhalter-Sammlungen
    • Erhalter
  • Sortenportraits
    • Apfel
    • Apfel
    • Birne
    • Süßkirsche
    • Suchliste verschollene Sorten
    • Apfel
  • Mitmachen
    • Was wir anbieten
    • Was wir erwarten
    • Mustervertrag
  • Suche
  • Kontakt
    • Koordinatoren

Doberaner Renette

Verfasst von Jens Meyer am 31 Dezember 2024. Soweit nicht anders angegeben, liegt das Urheberrecht für alle Sortenfotos bei der Autorin/beim Autor.
Doberaner Renette
Regionalsorte
nein
Synonyme
Doberaner Borsdorfer, Doberaner Borsdorfer Renette
Reifezeit
Pflückreife Mitte Oktober, Genussreife November bis Januar.
Herkunft
Wahrscheinlich ein Zufallssämling, der in der Nähe von Bad Doberan in Mecklenburg gefunden wurde. In der Erstbeschreibung gibt C. Bonstedt, Obergärtner im Botanischen Garten Rostock, über die Herkunft Folgendes an: Der ca. 100-jährige Altbaum stand 1898 noch und die Sorte wurde durch den Baumschulbesitzer Finck aus Bad Doberan verbreitet. Den Namen hatte Ökonomierat Späth von der Baumschule Späth in Berlin vorgeschlagen.
Verbreitung
Die Sorte erlebte einen kurzen Hype und wurde in den Gartenbauzeitschriften gelobt, erscheint aber in keiner deutschen Pomologie - lediglich in Tschechien wird sie kurz beschrieben. Erstaunlicherweise hat sich die Sorte trotzdem erhalten und findet sich heute noch zumindest in Norddeutschland in einzelnen Bäumen.
Frucht
Klein bis mittelgroß, kugelig, beidseitig abgeplattet, schwach kantig.
Stielgrube flach bis mitteltief, eng bis mittelweit, Stiel meist kurz, 10 mm, auch knopfig. Stielgrube mit deutlichem Rostklecks, dieser ist in der Grube oft ringförmig oder schuppig ausgebildet.
Kelchgrube flach, weit, meist mit schwacher ringförmiger Berostung. Kelch groß, offen oder halboffen. Blätter grünlich, am Grund getrennt.
Grundfarbe hellgelblich, Deckfarbe bis zu 3/4 der Frucht rot überziehend, wie lackiert, glänzend, flächig, nicht streifig. Lentizellen groß, in Deckfarbe sehr auffällig hellgrau, oft auch fühlbar, eine netzartige Berostung kann auch vorkommen. Die Frucht welkt leicht.
Kelchhöhle kurz und trichterförmig, Achse leicht geöffnet, Fächer bogenförmig, kaum gerissen, Kerne gut ausgebildet, 8 : 5 mm.
Fleisch weißlich, etwas trocken, würzig, wohlschmeckend. In einer Untersuchung des Zuckergehalts in Gülzow (Mecklenburg) stand die Sorte an der Spitze (Höhne 2012).
Baum
Wuchs mittelstark, wenig schorfempfindlich. Vom Verbreiter, dem Baumschuler Finck, als Massenträger hervorgehoben, was vom Autor keineswegs bestätigt werden kann. Im Versuch in Gülzow waren die Erträge ebenfalls niedrig (Höhne 2012).
Verwechsler
Aufgrund der Färbung und der Lentizellen kaum mit anderen Sorten zu verwechseln.
Anbaueignung
Streuobsttauglich. Sollte aufgrund des frühen Welkens der Früchte bis zum neuen Jahr verbraucht werden.
Fruchtfotos
Doberaner Renette
Doberaner Renette
Doberaner Renette
Doberaner Renette
Doberaner Renette
Literatur
Bonstedt, C. (1898): Doberaner Borsdorfer Renette, in: Die Gartenwelt Hrsg. Max Hesdörffer. II, Seite 265
Finck, H.(1899): Doberaner Borsdorfer Reinette. Pomologische Monatshefte. Stuttgart, Deutschland; Eugen Ulmer. 44 S. 190
Mertens, R. (1900): Doberaner Borsdorfer Reinette. Pomologische Monatshefte. Stuttgart, Deutschland; Eugen Ulmer. 45 S. 5
Vanek, J. (1945): Lidova pomologie. Dil VII: Jablka. Chrudim, Tschechien. Nr. 17
Höhne, F. (2012): Heutiger Wert alter Apfelsorten – erste Ergebnisse einer Sortensichtung in Gülzow, in: Öko-Obstbau 2/2012.
Diese Sortenbeschreibung wurde möglich durch eine Spende von:
Zeitlupe gGmbH

Reiserabgabe

Derzeit existieren leider keine Einträge für die Abgabe von Edelreisern in dieser Kategorie.

Gut zu wissen

  • Glossar
  • Autoren, Urheberrecht
  • Spende
  • Förderung Heidehof Stiftung

Neue Sorten

  • Graue Hühnerbirne
  • Trockener Martin
  • Paulsbirne
  • Monchallard
  • Neue Fulvie
  • Sommermuskateller
  • Pitmaston
  • Beurre van den Ham
  • Hessel
  • Pfirsichbirne
  • Certeau d`Automne
  • Madame Bonnefond
  • General Totleben
  • Forellenbirne
  • Pias Butterbirne

Kennzeichnungen

Gefährungsgrade

Am Beispiel der Kirsche:

Standardsorte

gefährdet

stark gefährdet

vom Aussterben bedroht

Regionalsorte

Das Angebot des Erhalternetzwerkes Obstsortenvielfalt ist ein Projekt des Pomologen-Verein e. V..

Bundesgeschäftsstelle
Ulrich Kubina, Husumer Straße 16, 20251 Hamburg
Telefon (040) 46 06 37 55, Telefax (040) 46 06 39 93
Impressum & Datenschutz

Benutzermenü

  • Anmelden