
Gefährungsgrad
gefährdet
Synonyme
keine bekannt
Reifezeit
Ab Mitte Oktober erntereif, dann bis in den Mai genussfähig.
Herkunft
Eine sehr ausführliche (auch bebilderte) Beschreibung der Sorte ist in der Deutschen Obstbauzeitung von 1911 von Hermann Leue erstellt worden. Danach wuchs der erste überlieferte Baum der Sorte um 1800 in dem Garten, den Stina (Christine) Lohmann 1841 erwarb. Dies geschah in Kellinghusen, nordwestlich von Hamburg. Die Wertschätzung der Sorte begann damit, das Stina Lohmann die Äpfel immer an vorbeigehende Schüler:innen verschenkte, woraufhin nach ihrem Tode die Sorte so benannt wurde.
Verbreitung
Durch die durchweg positiven Bewertungen der Sorte Anfang des 20 Jahrhunderts, verbreitet sich der Apfel auch weit über Norddeutschland hinaus. Daher finde sich der Apfel in Altbeständen überall in Deutschland, wenn auch nicht wirklich häufig.
In den letzten 20 Jahren hat Stina Lohmann ungewollt noch mal eine Aufschwung bekommen und ist vielfach gepflanzt worden, durch eine Verwechselung. Der Korbiniansapfel, der durch die Leidensgeschichte des Pfarrers Korbinian Aigner im KZ bekannt wurde, wurde leider irgendwann mit Stina Lohmann verwechselt. So sind bisher alle bekannten jungen wie älteren Bäume der Sorte Korbinansapfel, in Wirklichkeit Stina Lohmann. Dies ist auch durch genetische Abgleich aus alle Quellen belegt.
In den letzten 20 Jahren hat Stina Lohmann ungewollt noch mal eine Aufschwung bekommen und ist vielfach gepflanzt worden, durch eine Verwechselung. Der Korbiniansapfel, der durch die Leidensgeschichte des Pfarrers Korbinian Aigner im KZ bekannt wurde, wurde leider irgendwann mit Stina Lohmann verwechselt. So sind bisher alle bekannten jungen wie älteren Bäume der Sorte Korbinansapfel, in Wirklichkeit Stina Lohmann. Dies ist auch durch genetische Abgleich aus alle Quellen belegt.
Frucht
Mittelgroße flach kegelförmige Frucht, wobei das mehr an Verjüngung zur Kelchseite kaum ins Gewicht fällt, mittelbauchig, im Querschnitt klar zehnkantig wobei schwächeren Rippen zwischen den Hauptkanten liegen.
Die Stielgrube ist mitteltief und weit auslaufend mit einem feinen hellbraunen Rostklecks der unterschiedlich groß ausfallen kann, in der Grube oft noch länger grün bleibend, wenn das unter der Borstung sichtbar ist. Der Stiel ist 1,5 cm lang und 2 mm dick, am Ende etwas kräftiger.
Die Kelchgrube ist mitteltief und eher weit, charakteristisch sind die fünf abgerundeten Rippen die auf dem Grubenrand liegen, mit zusätzlichen schwachen Falten in der Grube, Berostung findet sich kaum. Der Kelch ist halboffen, nach innen geschlagen, aber da die Blätter so klein sind bekommen sie die Höhlung nicht zu, abständig.
Die Schale ist trocken, hellt nach weißlich gelb auf und kann bis zu 2/3 von gehauchter bis streifiger hellroter Deckfarbe überzogen sein, Lentizellen unauffällig.
Die Kelchhöhle ist kleine und dreieckig.
Das Kernhaus leicht geöffnet mit bogen förmigen Wänden die gut entwickelte dunkelbraune Samen enthalten, 9 x 5 mm.
Das Fruchtfleisch ist cremefarben, fest, abknackend, süßlich mit genügend Säure, leicht aromatisch.
Die Stielgrube ist mitteltief und weit auslaufend mit einem feinen hellbraunen Rostklecks der unterschiedlich groß ausfallen kann, in der Grube oft noch länger grün bleibend, wenn das unter der Borstung sichtbar ist. Der Stiel ist 1,5 cm lang und 2 mm dick, am Ende etwas kräftiger.
Die Kelchgrube ist mitteltief und eher weit, charakteristisch sind die fünf abgerundeten Rippen die auf dem Grubenrand liegen, mit zusätzlichen schwachen Falten in der Grube, Berostung findet sich kaum. Der Kelch ist halboffen, nach innen geschlagen, aber da die Blätter so klein sind bekommen sie die Höhlung nicht zu, abständig.
Die Schale ist trocken, hellt nach weißlich gelb auf und kann bis zu 2/3 von gehauchter bis streifiger hellroter Deckfarbe überzogen sein, Lentizellen unauffällig.
Die Kelchhöhle ist kleine und dreieckig.
Das Kernhaus leicht geöffnet mit bogen förmigen Wänden die gut entwickelte dunkelbraune Samen enthalten, 9 x 5 mm.
Das Fruchtfleisch ist cremefarben, fest, abknackend, süßlich mit genügend Säure, leicht aromatisch.
Baum
Der Baum wächst stark und bildet im Alter breit ausladende Kronen die sich willig mit Fruchtholz auskleiden. Der Ertrag setzt mittelfrüh ein und ist regelmäßig. Besonders ist die Krebsfestigkeit, selbst an staunassen Standorten.
Verwechsler
Die fünf deutlichen, abgerundeten Rippen im Kelchbereich sind so charakteristisch, das zur Zeit keine wirklichen Verwechslersorten bekannt sind.
Anbaueignung
Für die Streuobstwiese wie den Hausgarten eine gesunde und lange lagerfähige Apfelsorte, die im Anbau lohnt.
Fruchtfotos
Triebe
Literatur
Leue, H. (1911). Titel. Deutsche Obstbauzeitung. Stuttgart, Deutschland; Eugen Ulmer. 57 (1911) S. 162
Koloc, R. (1965): Wir zeigen weitere Apfelsorten. 2. Auflage, Leipzig, Deutschland; Neumann. S. ohne Seitenzahl
Brandt, E. (2004): Von Äpfel und Menschen. Fischerhude, Deutschland; Atelier Bauenrhaus. S. 118
Müller, A.; Seipp, D. (2015): Norddeutschlands Apfelsorten. Emden, Deutschland. S. 336