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Elton

Verfasst von Carina Pfeffer am 14 Februar 2026. Soweit nicht anders angegeben, liegt das Urheberrecht für alle Sortenfotos bei der Autorin/beim Autor.
'Elton'
Gefährungsgrad
stark gefährdet
Synonyme
'Eltonkirsche', 'Elton Heart'
Reifezeit
(2. bis) 3. Kirschwoche
Herkunft
'Elton' stammt aus England und wurde 1806 vom berühmten Pomologen und Züchter Thomas Andrew Knight, der auch Präsidenten der Londoner Gartenbaugesellschaft war, durch Bestäubung gezogen. Die Elternsorten sollen die 'Große Prinzessin' und 'White Heart' gewesen sein.
Verbreitung
Im 19. Jahrhundert kam 'Elton' nach Deutschland und fand hier eine gewisse Verbreitung. In der historischen Literatur kommt sie regelmäßig vor, bereits in den 1930 Jahren wird sie jedoch nicht mehr von den Landwirtschaftskammern empfohlen. Die beiden im Kreis Kleve gefundenen Bäume wurden knapp nach dem 2. Weltkrieg gepflanzt, kurz darauf dürfte die Sorte aber auch aus den letzten Baumschulen verschwunden sein. Heute kommt sie in ganz Deutschland gelegentlich, aber nicht häufig auf Altbäumen im Streuobst vor.
Frucht
Länglich herzförmig, Fruchtspitze meist deutlich gespitzt, aber auch gerundet, insgesamt ungewöhnlich.

Größe: mittelgroß 21,7: 20,5 : 19 mm (Länge: Breite : Dicke)

Färbung: leuchtend orange-rot, fein gestrichelt, in der Halbreife etwas gefleckt. Grundfarbe gelb, vollreif aber nur wenig und eher an der Fruchtspitze sichtbar. Druckempfindlich.

Stielseite: Die Stielgrube ist flach bis mitteltief, mittelweit, zur Bauchseite abfallend und deutlich eingesenkt, breit gekerbt, teils mit kleinem Nasenansatz, mittlere Schultern. Stiel: lang, hellgrün, oft gerötet, 5 -6 cm lang.

Bauch: Die Bauchnaht verläuft über einen stielseitigen, meist deutlich ausgeprägten Buckel, darunter befindet sich meist ein Spiegel.

Rücken: Die Rückseite ist gerundet oder abgeflacht. Sie ist stielseitig oft eingekerbt oder zeigt ein flaches Band.

Seite: Variabel mitteldick bis dick, stiel- bis mittelbauchig. Die Rückenkante wirkt eigentümlich hochgezogen.

Stempelseite: Der kleine Stempelpunkt sitzt auf der Fruchtspitze auf.

Fruchtfleisch: Weich bis mittelfest, hellgelb, saftig, nicht zu früh geerntet sehr aromatisch und süß. Platzfestigkeit: mittelhoch bis hoch
Fruchtstein
Größe: Mittelgroß, auch groß, durchschnittlich 12 : 7 : 9 mm (Länge : Breite : Dicke)

Seitenansicht: Umgekehrt eiförmig, länglich, oft asymmetrisch, zur Stempelseite deutlich spitz zulaufend, kleines Häkchen, von dem variabel stark ausgeprägt eine oder mehrere Falten abgehen.

Vorderansicht: stielbauchig, mitteldick, mit sehr schmalem Bauchwulst dessen Außenkanten schwach oval verlaufen und stielseitig verschmälert sind, dort bei einem Teil der Steine hervortretend.
Baum
Der Baum der 'Eltonkirsche' wächst stark und bildet eine aufstrebende, trichterförmige Krone mit teils steilen, typisch nach außen gebogenen Leitästen und wenig hängendem Fruchtholz. Das Laub ist hellgrün, die Blattstiele und Adern dabei dunkelrot. Die Veredelungsstelle ist meist wenig auffallend. Die Blüten öffnen sich mittelfrüh zeitgleich mit etwas gerötetem Blattaustrieb, sie sind relativ klein, ihre rundlichen Blütenblätter berühren sich. Die Baumgesundheit wird etwas unterschiedlich bewertet, am Niederrhein sind die Bäume gesund, sie neigen jedoch auch hier etwas zum Verkahlen.
Verwechsler
'Porzellankirsche' (blasser gefärbt, außergewöhnlicher Stein, der länglicher, flacher und fast elliptisch geformt und in der Vorderansicht mittelbauchig ist), 'Lucienkirsche' (rundlicher Baumwuchs, Stein mit breiterem, stark gerieftem Bauchwulst).

Fruchtfotos
'Elton'
Baum im Laub
'Elton'
Baum in Blüte/Winter
'Elton' Blüte
Anbaueignung
Voll ausgereift ist 'Elton' eine köstliche, sehr aromatische, süße und saftige Frucht, die durch ihre ungewöhnliche Fruchtform und die attraktive Färbung ins Auge sticht. Sie ist für Streuobstwiesen geeignet, einem Verkahlen sollte durch regelmäßige Schnittmaßnahmen entgegengewirkt werden, was auch die Beerntbarkeit verbessert. 'Elton' ist für den Frischverzehr und zur Verarbeitung geeignet. Durch die helle Fruchtfarbe und die relativ frühe Reife stellen sowohl Kirschfruchtfliege, als auch Kirschessigfliege ein geringeres Problem dar.
Literatur
Hooker, W. (1818): "Pomona Londinensis". London
London Horticultural Society (1831): Angebotskatalog
Jan, F.; Lucas, E.; Oberdieck, J.G. (1861): "illustriertes Handbuch der Obstkunde", Band 3: Steinobst. Verlag Ebner und Seubert, Stuttgart
Müller, J.; Bißmann, O.: (1905-1932): Deutschlands Obstsorten. Fortsetzungswerk, Kirschsorten: Lieferung 10, 12, 17. Eckstein und Stähle, Stuttgart
Hedrick, U.P. (1915): "The Cherries of New York". Albany
Bunyard, E. A. (1925): "A Handbook of Hardy Fruits - Part 2 - Stone and Bush Fruits". John Murray, London
Rietsema, I. (1928): „Beschrijving en Rangschikking van in Nederland voorkomende Kersen-Vormen“, H. Veenman & Zonen, Wageningen
Rietsema, I (1938):"Kersen". Hrsg.: De R.K. Boeren- en Tuindersstaand
Grubb, N. H. (1949): "Cherries". Grosby Lockwood & Son, London
Götz, G. (1970): "Süß- und Sauerkirschen. Grundlagen und Fortschritte im Garten- und Weinbau", Heft 122. Ulmer-Verlag, Stuttgart
Braun-Lüllemann, A.; Bannier, H.J. (2010): "Obstsortenwerk Alte Süßkirschensorten, Genetische Vielfalt in den Kirschenanbaugebieten Hagen a.T.W. und Witzenhausen". Hrsg. Bundesministerium für Ernährung, BML, Bonn 2010.
Diese Sortenbeschreibung wurde möglich durch eine Spende des LIKK e. V. (Landschaftspflege im Kreis Kleve)

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Kennzeichnungen

Gefährungsgrade

Am Beispiel der Kirsche:

Standardsorte

gefährdet

stark gefährdet

vom Aussterben bedroht

Regionalsorte

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