
Gefährungsgrad
vom Aussterben bedroht
Synonyme
Zwiebelapfel
Reifezeit
Pflückreife Anfang Oktober, Genussreife Oktober bis Januar.
Herkunft
Die Herkunft ist unklar. Hirschfeld erwähnt 1797 unter den Schleswig-Holsteiner Sorten einen Zwiebelapfel, bei dem es sich um den Angelner Borsdorfer handeln könnte.
Durch das Vorkommen in ganz Deutschland erscheint eine Herkunft aus der Landschaft Angeln (Schleswig-Holstein) zumindest fraglich.
Durch das Vorkommen in ganz Deutschland erscheint eine Herkunft aus der Landschaft Angeln (Schleswig-Holstein) zumindest fraglich.
Verbreitung
Findet sich vereinzelt in ganz Deutschland in Altbäumen.
Frucht
Klein bis mittelgroß, flachkugelig, im Querschnitt ziemlich regelmäßig rund. Stielgrube mittelweit, mitteltief, eben, mit typisch zimtfarbigem Rostklecks, der auch aus der Grube hervor kommen kann. Stiel dünn, meist leicht aus der Grube schauend.
Kelchgrube flach, weit, fast eben mit nur ganz schwachen Falten. Kelch typisch weit offen, kronenartig, Kelchblätter kurz, sich an der Basis berührend.
Grundfarbe gelblichgrün, nach leuchtend hellgelb aufhellend. Deckfarbe wenn vorhanden ein gehauchtes Orangerot. Lentizellen wenig auffällig. Die Schale wird auf dem Lager etwas fettig.
Kelchhöhle sehr klein, dreieckig.
Kernhausachse geschlossen oder leicht offen, Kernhausfächer ohrenförmig, kaum gerissen, Kerne gut ausgebildet, 8,5 : 4 mm.
Fleisch weißlichgelb, saftig, leicht aromatisch. Die Sorte ist diploid.
Kelchgrube flach, weit, fast eben mit nur ganz schwachen Falten. Kelch typisch weit offen, kronenartig, Kelchblätter kurz, sich an der Basis berührend.
Grundfarbe gelblichgrün, nach leuchtend hellgelb aufhellend. Deckfarbe wenn vorhanden ein gehauchtes Orangerot. Lentizellen wenig auffällig. Die Schale wird auf dem Lager etwas fettig.
Kelchhöhle sehr klein, dreieckig.
Kernhausachse geschlossen oder leicht offen, Kernhausfächer ohrenförmig, kaum gerissen, Kerne gut ausgebildet, 8,5 : 4 mm.
Fleisch weißlichgelb, saftig, leicht aromatisch. Die Sorte ist diploid.
Baum
Wuchs mittelstark bis stark. Die von Heydemann angegebene schwache Anfälligkeit für Schorf und Krebs kann aus eigener Erfahrung bis jetzt nicht bestätigt werden. Heydemann gibt aus einer über 35 Jahre lang geführten Erntestatistik einen Ertragsdurchschnitt von 94,1 kg bei 3 Bäumen an. Die Sorte ist diploid. Sie ist auch für Sandböden geeignet.
Verwechsler
Oberdiecks Renette ist sehr ähnlich, Kelchgrube meist mit fünf sternförmig erscheinenden Fleischperlen, wirkt schmutzig.
Gelbe Schleswiger Renette ist ähnlich, der Kelch ist aber geschlossen.
Zwiebelborsdorfer hat meistens einen längeren Stiel und nicht so stark auffallende Lentizellen und wirkt insgesamt schmutzig.
Gelbe Schleswiger Renette ist ähnlich, der Kelch ist aber geschlossen.
Zwiebelborsdorfer hat meistens einen längeren Stiel und nicht so stark auffallende Lentizellen und wirkt insgesamt schmutzig.
Anbaueignung
Gut streuobsttauglich, ein guter, gesunder Tafelapfel.
Fruchtfotos
Triebe
Literatur
Hirschfeld, C. C. L. (1788): Handbuch der Fruchtbaumzucht. Erster Theil. Braunschweig, Deutschland; Schulbuchhandlung. S. 193
Böttner, J. (1897): Bemerkenswerte Sorten von der Hamburger Obstausstellung, in: Der Praktische Ratgeber im Obst- und Gartenbau. Frankfurt a. d. Oder, Deutschland; Trowitsch & Sohn (12) S. 380
Heydemann, Dr. B. (1950): 50 Jahre Obstbau in Schleswig-Holstein. Versuchs- und Lehrwirtschaft für Gartenbau. Kiel. S. 52