
Gefährungsgrad
vom Aussterben bedroht
Synonyme
Purpurroter Cousinot (Diel)
Reifezeit
Pflückreife: Oktober, Genussreife November bis Juni ( Oberdieck)
Herkunft
Unbekannt, Diel beschrieb die Sorte in Deutschland als erster, er hatte sie unter dem Namen Rote Renette bekommen, Oberdieck gab an, dass sie unter diversen Synonymen vorkam. Leroy gibt als Erstbeschreibung Knoop 1766 an, dies kann aber nicht nachvollzogen werden.
Die vielen verschiedenen Synonyme deuten auf ein hohes Alter der Sorte hin. Das Synonym Römerling in Deutschlands Obstsorten deutet ebenfalls daraufhin (Bannier).
Bei der heute allgemein als Purpurroten Cousinot bezeichneten Sorte handelt es sich nicht um die hier beschriebene, siehe unter Purpurroter Herbst Cousinot.
Die vielen verschiedenen Synonyme deuten auf ein hohes Alter der Sorte hin. Das Synonym Römerling in Deutschlands Obstsorten deutet ebenfalls daraufhin (Bannier).
Bei der heute allgemein als Purpurroten Cousinot bezeichneten Sorte handelt es sich nicht um die hier beschriebene, siehe unter Purpurroter Herbst Cousinot.
Verbreitung
Nach Oberdieck Anfang des 19. Jahrhunderts im hanoverschen stark verbreitet und auch sonst in Deutschland nicht selten. Heute ist die Sorte nur noch aus den DGO Sammlungen Müncheberg und Triesdorf bekannt.
Frucht
Klein bis mittelgroß, kugelig bis leicht kegelförmig, im Querschnitt fast rund, nur schwach kantig.
Kelchgrube mittelweit, mitteltief mit einigen Falten, Kelch geschlossen oder halboffen.
Stielgrube mittelweit, mitteltief, eben, schwach strahlig berostet. Stiel variabel kurz bis mittellang, deutlich vorstehend, es kommen aber auch Exemplare mit kurzem in der Grube bleibenden Stiel vor.
Grundfarbe hellgelblich, bei vielen Exemplaren komplett von roter flächiger Deckfarbe, in der auch einige Streifen vorkommen können, überzogen. Kelchhöhle trichter- bis becherförmig, Kernhausachse leicht geöffnet, Fächer ohrenförmig, schwach gerissen, Kerne gut ausgebildet. Fleisch fest vorwiegend säuerlich.
Kelchgrube mittelweit, mitteltief mit einigen Falten, Kelch geschlossen oder halboffen.
Stielgrube mittelweit, mitteltief, eben, schwach strahlig berostet. Stiel variabel kurz bis mittellang, deutlich vorstehend, es kommen aber auch Exemplare mit kurzem in der Grube bleibenden Stiel vor.
Grundfarbe hellgelblich, bei vielen Exemplaren komplett von roter flächiger Deckfarbe, in der auch einige Streifen vorkommen können, überzogen. Kelchhöhle trichter- bis becherförmig, Kernhausachse leicht geöffnet, Fächer ohrenförmig, schwach gerissen, Kerne gut ausgebildet. Fleisch fest vorwiegend säuerlich.
Baum
Wuchs: Anfangs stark, später mittelstark, schorf- und krebsanfällig. Oberdieck nutze die Kerne zum anziehen von Unterlagen.
Anbaueignung
Etwas für Sammler historischer Sorten, wegen der krebsanfälligkeit nicht auf schweren Böden.
Fruchtfotos
Literatur
Diel, A. F. A. (1828): Versuch einer systematischen Beschreibung in Deutschland vorhandener Kernobstsorten. Band 26 (5. Bändchen Äpfel-Birnen). Stuttgart, Deutschland; F. G. Cotta. S.30
Jahn, F.; Lucas, E.; Oberdieck, J. G. C. (1865): Illustrirtes Handbuch der Obstkunde. Band 4. Äpfel. Ravensburg, Deutschland; Dornsche Buchhandlung. Nr. 384
Müller, J.; Bißmann, O, Poenecke, W. Schindler, Rosenthal, H. (1905-1934): Deutschlands Obstsorten. Stuttgart, Deutschland; Eckstein und Stähle. Lieferung , Nr. 188
Leroy, A. (1873): Dictionnaire de Pomologie. Tome III - Pommes. Paris, Frankreich. Nr.126
Bannier,H. J. B. ; Schuricht, W. (2021): Zweite pomologische Bestimmung der Apfelsorten der Deutschen Genbank Obst. Anlage Gesamtliste.