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Harberts Renette

Verfasst von Jan Bade am 15 Januar 2025. Soweit nicht anders angegeben, liegt das Urheberrecht für alle Sortenfotos bei der Autorin/beim Autor.
Harberts Renette
Gefährungsgrad
vom Aussterben bedroht
Regionalsorte
nein
Synonyme
Harbert`s Reinettenartiger Rambour,
Reifezeit
Ende September bis Anfang Oktober erntereif, dann bis Anfang Januar genussfähig.
Herkunft
Die Erstbeschreibung der Sorte erfolgte 1828 von Diel unter dem Namen Harbert`s Reinettenartiger Rambour, der die Früchte von Herrn Harbert aus Arnsberg in Westfalen erhielt. Weiteres ist nicht über die Entstehung der Sorte bekannt. Diel und auch später Oberdieck geben an, dass eine ähnliche Sorte bisher bei keinem Pomologen beschrieben wurde. Auch mithilfe der heute möglichen Genetik ist es zu keinen weiteren Erkenntnissen gekommen.
Verbreitung
In alten Streuobstbeständen gibt es bundesweit immer wieder Bäume dieser Sorte zu finden, wenn auch nicht häufig. Leider haben sich Bäume aus Neupflanzungen in vielen Fällen als Fehllieferung herausgestellt. Daher gibt es kaum junge Bäume, die die nächste Generation dieser Sorte bilden könnten
Frucht
Große, kegelförmige bis abgeplattet kegelförmige Frucht, die sich zum Kelch etwas mehr verjüngt. Da die Rippen um den Kelchbereich nur schwach ausgebildet sind, ist der Querschnitt fast rund. Die Stielgrube läuft weit aus, ist im Grunde aber eher eng und hat öfter eine fleischige Verdickung. Die schuppige, strahlenförmige Berostung läuft bis über den Grubenrand hinaus. Der Stiel ist variabel in seiner Länge und Dicke. Die Kelchgrube ist max. mitteltief und schwach rippig ausgebildet. Typisch - gerade im Vergleich zu den Verwechslersorten - ist der nur mittelgroße, fast geschlossene Kelch, dessen Blätter spitz zulaufen und an der Spitze hochstehen. Die Schale hellt nach strohgelb auf und kann bis 1/3 orangerot marmoriert sein, aber kaum wirklich deckend. Vereinzelte Rostsprenkel finden sich auf jeder Frucht. Das offene, fast rucksackförmige Kernhaus enthält wenige unvollkommende Kerne 9 : 4 mm. Das Fruchtfleisch ist gelblich-weiß und würzig aromatisch.
Baum
Harberts Renette bildet starkwachsende, langlebige Bäume mit aufrecht strebenden Leitästen.
Verwechsler
Röthaer Blenheim ist flacher gebaut.
Kaiser Wilhelm läuft nicht so spitz zu, hat mehr Deckfarbe.
Goldrenette von Blenheim ist flacher gebaut, hat einen offenen Kelch.
Hildesheimer Goldrenette
Anbaueignung
Aufgrund der vitalen, starkwachsenden Bäume sehr gut für Streuobst geeignet. Im Hausgarten nur bei entsprechenden Platzverhältnissen von Anbauwert und sinnvoll.
Fruchtfotos
Harberts Renette
Harberts Renette
Harberts Renette
Triebe
Harberts Renette
Laub
Harberts Renette
Literatur
Diel, A. F. A. (1828): Versuch einer systematischen Beschreibung in Deutschland vorhandener Kernobstsorten. Band 26 (5. Bändchen Äpfel-Birnen). Stuttgart, Deutschland; F. G. Cotta. S. 44
Jahn, F.; Lucas, E.; Oberdieck, J. G. C. (1865): Illustrirtes Handbuch der Obstkunde. Band 4. Äpfel. Ravensburg, Deutschland; Dornsche Buchhandlung. Nr. 344
Lauche, W. (1882): Deutsche Pomologie. Äpfel, 1. Band. Berlin, Deutschland; Paul Parey. Nr. 37
Dahl, C. G.: Pomologi (1943): 1. Teil Äpplen. Stockholm, Schweden; Albert Bonniers. 1943, S. 189
Petzold, H. (1982): Apfelsorten. 2. Auflage. Leipzig, Radebeul, Deutschland; Neumann. S. 116
Diese Sortenbeschreibung wurde möglich durch eine Spende von:
Oberlausitzstiftung

Reiserabgabe

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Kennzeichnungen

Gefährungsgrade

Am Beispiel der Kirsche:

Standardsorte

gefährdet

stark gefährdet

vom Aussterben bedroht

Regionalsorte

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