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Korbacher Edelrenette

Verfasst von Jan Bade am 29 Januar 2026. Soweit nicht anders angegeben, liegt das Urheberrecht für alle Sortenfotos bei der Autorin/beim Autor.
Korbacher Edelrenette
Gefährungsgrad
stark gefährdet
Regionalsorte
ja
Synonyme
Schmärlätzchen, landläufig "Fliegenschisser" und "Mückenpisser" genannt wegen der Ausprägung der Lentizellen, Jagdapfel
Reifezeit
Mitte August ist die Frucht erntereif, dann vier Wochen lagerfähig
Herkunft
Wann und wie der Apfel entstanden ist, bleibt wohl unbekannt. Die uns bekannte Ersterwähnung unter dem Namen Corbacher Edelreinette geschah um 1880 durch den Lehrer Heinrich Münch. Da soll es schon ältere Bäume der Sorte gegeben haben.
Weiter westlich, im Wittgensteiner Land, ist die selbe Sorte unter dem Namen Jagdapfel bekannt, aber auch dazu gibt es keine weiteren historischen Belege.
Verbreitung
Rund um Korbach / Nordhessen finden sich noch einige stattliche Altbäume der Sorte. Erst seit ca. 25 Jahren gibt es junge Nachpflanzungen der Korbacher Edelrenette und sie ist auch wieder in Baumschulen erhältlich. Im Jahr 2024 wurde sie zur Hessischen Lokalsorte des Jahres, was zu weitere Nachpflanzung geführt hat, wodurch der Apfel im Moment als gesichert betrachtet werden kann.
Frucht
Kleine flachkegelige Frucht die sich zum Kelch etwas mehr verjüngt als zum Stiel, beidseitig abgeplattet, mittelbauchig, die Hälften öfter ungleich, im Querschnitt etwas kantig.
Die Stielgrube ist mitteltief und mittelweit, nicht wirklich rund und mit einem großen grobschuppigen hellbraunem Rostklecks ausgekleidet der bis in die Frucht läuft. Der Stiel ist höchstens, 1 cm lang, meist nur 2 mm dick, grünbraun filzig, in der Grube verbleibend.
Die Kelchgrube ist faltig mitteltief, kann Rostsprenkel haben. Der Kelch ist offen, die Blätter kurz und hochstehend.
Die Schale wird fettig, hellt nach gelb auf, kann schwach rot gehaucht sein, meist aber ohne Deckfarbe, Lentizellen sind markant, weil zum einen groß, zum anderen aber nur wenige, was der Frucht das charakteristisch fleckige Aussehen gibt und die weniger schön klingende Synonyme "Fliegenschisser" und "Mückenpisser".
Markant ist auch die große becherförmige Kelchhöhle.
Das Kernhaus ist leicht geöffnet, mit breiten bogenförmigen Wänden die gut entwickelte, dunkelbraune Kerne enthalten 8,5 x 4 mm.
Das Fruchtfleisch geht ins gelbliche, ist fest, saftig, süß säuerlich aromatisch, verdient den Namen Edelrenette.
Baum
Der Baum wächst stark und bildet im Alter große aufstrebende Kronen die willig Fruchtholz bilden. Der Ertrag setzt mittelfrüh ein und ist dann regelmäßig. Insgesamt als und Baum wie auch als Frucht ohne nennenswerte Krankheitsanfälligkeiten.
Verwechsler
Gelber Münsterländer Borsdorfer, der ist aber viel später reif;
Anbaueignung
Für die Streuobstwiese eine frühe und gesunde Tafelapfelsorte. Der Nachteil ist die Klein Fruchtigkeit und das kurze Reifefenster.
Fruchtfotos
Korbacher Edelrenette
Korbacher Edelrenette
Korbacher Edelrenette
Triebe
Korbacher Edelrenette
Literatur
Münch, H. 1906: Wegweiser für den Obstbau. S. 17

Reiserabgabe

Akzessions-Nummer Name Anschrift E-Mail-Adresse
A-3640 Jan Bade Kirchweg 1
34260 Kaufungen
Deutschland
jahiba@gmx.de
A-3645 Jens Dreyßig Strichweg 51
27474 Cuxhaven
Deutschland
jens.dreyssig@gmx.de
A-3646 Jens Dreyßig Strichweg 51
27474 Cuxhaven
Deutschland
jens.dreyssig@gmx.de
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26725 Emden
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Kennzeichnungen

Gefährungsgrade

Am Beispiel der Kirsche:

Standardsorte

gefährdet

stark gefährdet

vom Aussterben bedroht

Regionalsorte

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