
Gefährungsgrad
Standardsorte
Regionalsorte
nein
Synonyme
Oldenburg, Oldenburger.
Reifezeit
Mitte bis Ende September pflückreif, sollte bis spätestens Ende November verbraucht sein.
Herkunft
Wurde 1897 in der damaligen ,,Königlichen Lehranstalt für Obst- und Weinbau zu Geisenheim" (seinerzeit Preußen, heute Hessen) gezüchtet. Als Kreuzungspartner gelten die Sorten Minister von Hammerstein und Baumanns Renette.
Verbreitung
Ist heute in ganz Mitteleuropa verbreitet. Im Südwesten Deutschlands und auch in Luxemburg gehört er zum Standardinventar von Streuobstwiesen und Gärten.
Frucht
Der Geheimrat Dr. Oldenburg ist eine mittelgroße Sorte, die jedoch bei starkem Behang und fehlender Ausdünnung zu Kleinfrüchtigkeit neigt. Die Früchte der Sorte sind ähnlich hoch wie breit, wirken aber durch die konische Verjüngung zum Kelch hin oft hochgebaut. Sie sind im Querschnitt drei- bis fünfkantig.
Die Grundfarbe ist gelbgrün, die Deckfarbe ein leuchtendes Rotorange, marmoriert und von dunkelroten Streifen durchzogen. Die Früchte sind auf der Schale weitgehend unberostet. Die Schalenpunkte sind fein und hell, teilweise verkorkt und in der Deckfarbe hell umhöft, insgesamt aber wenig auffällig.
Die Schale ist glatt und später bei Genussreife glänzend. Sie wird im Laufe der Lagerung zunehmend fettig und verströmt dann einen angenehmen Geruch.
Die Kelchgrube ist flach und mittelweit. Sie ist mit Kanten und Rippen durchsetzt, die sich aber nicht über die Frucht hin fortsetzen. Die Kelchblätter sind grün, breit und mittellang und neigen etwas zusammen, so dass der Kelch meist halboffen ist.
Die Stielgrube ist eng, tief und grünlich. Die Berostung ist gering, dann olivgrün, oft fehlt sie aber auch ganz. Der Stiel ist kurz und ragt kaum über den Stielgrubenrand hinaus.
Die Kelchhöhle ist flach dreieckig und setzt sich in eine kurze Kelchröhre fort. Das Kernhaus ist mittelgroß und etwas stielnäher. Die Kernwände sind bogen- bis rucksackförmig und rissig. Die Achsenhöhle ist offen. Die Kerne sind zahlreich und mit meist 9 : 5 mm recht groß. Manchmal zeigen sie kleine strichförmige Aufhellungen auf der Oberfläche.
Das Fruchtfleisch ist gelblichweiß, feinzellig und genügend saftig. Beim Geschmack scheiden sich allerdings die Geister. Dieser ist stark abhängig von einem guten Standort des Baumes, ausreichend Nährstoffen im Boden, einem guten klimatischen Jahresverlauf und vom Ertragsverhalten. In ungünstigen Fällen bleiben die Früchte klein und schmecken dann fade, vor allem bei zu starkem Behang.
Besondere Merkmale:
- Deckfarbe sowohl streifig als auch marmoriert,
- Stielgrube grün,
- Kerne manchmal weiß gestrichelt.
Die Grundfarbe ist gelbgrün, die Deckfarbe ein leuchtendes Rotorange, marmoriert und von dunkelroten Streifen durchzogen. Die Früchte sind auf der Schale weitgehend unberostet. Die Schalenpunkte sind fein und hell, teilweise verkorkt und in der Deckfarbe hell umhöft, insgesamt aber wenig auffällig.
Die Schale ist glatt und später bei Genussreife glänzend. Sie wird im Laufe der Lagerung zunehmend fettig und verströmt dann einen angenehmen Geruch.
Die Kelchgrube ist flach und mittelweit. Sie ist mit Kanten und Rippen durchsetzt, die sich aber nicht über die Frucht hin fortsetzen. Die Kelchblätter sind grün, breit und mittellang und neigen etwas zusammen, so dass der Kelch meist halboffen ist.
Die Stielgrube ist eng, tief und grünlich. Die Berostung ist gering, dann olivgrün, oft fehlt sie aber auch ganz. Der Stiel ist kurz und ragt kaum über den Stielgrubenrand hinaus.
Die Kelchhöhle ist flach dreieckig und setzt sich in eine kurze Kelchröhre fort. Das Kernhaus ist mittelgroß und etwas stielnäher. Die Kernwände sind bogen- bis rucksackförmig und rissig. Die Achsenhöhle ist offen. Die Kerne sind zahlreich und mit meist 9 : 5 mm recht groß. Manchmal zeigen sie kleine strichförmige Aufhellungen auf der Oberfläche.
Das Fruchtfleisch ist gelblichweiß, feinzellig und genügend saftig. Beim Geschmack scheiden sich allerdings die Geister. Dieser ist stark abhängig von einem guten Standort des Baumes, ausreichend Nährstoffen im Boden, einem guten klimatischen Jahresverlauf und vom Ertragsverhalten. In ungünstigen Fällen bleiben die Früchte klein und schmecken dann fade, vor allem bei zu starkem Behang.
Besondere Merkmale:
- Deckfarbe sowohl streifig als auch marmoriert,
- Stielgrube grün,
- Kerne manchmal weiß gestrichelt.
Baum
Der Geheimrat Dr. Oldenburg ist eine mittelstark wachsende Sorte und gehört auf den Streuobstwiesen meist zu den kleinkronigen Apfelbäumen.
Verwechsler
Erwin Baur
Wurde aus Geheimrat Dr. Oldenburg gezüchtet, hat aber eine fettige und später klebrige Schale, einen längeren und grünen Stiel und ist ein Winterapfel. Zudem wirkt Erwin Baur für seine Größe auffällig schwer.
Wurde aus Geheimrat Dr. Oldenburg gezüchtet, hat aber eine fettige und später klebrige Schale, einen längeren und grünen Stiel und ist ein Winterapfel. Zudem wirkt Erwin Baur für seine Größe auffällig schwer.
Anbaueignung
Der Geheimrat Dr. Oldenburg ist ein nach wie vor guter Herbstapfel, wenn die Anbaubedingungen passen. Dazu gehören eine gute Nährstoffversorgung, gut durchlüftete Böden und Lagen und sowie wärmere Standorte. Wenn dann noch die Möglichkeit besteht, bei sehr starkem Fruchtansatz eine Fruchtausdünnung vorzunehmen, kann die Sorte regelmäßige Erträge in ansprechender Qualität liefern. Insgesamt also eher eine Sorte für den Garten als für die Streuobstwiese. Nach Beobachtung des Autors haben Bäume dieser Sorte auf vernachlässigten Streuobstwiesen sehr mit Obstbaumkrebs zu kämpfen und bieten wegen abgestorbener Kronenbereiche einen traurigen Anblick.
Fruchtfotos
Literatur
Hartmann, W. (2019): Farbatlas Alte Obstsorten. Ulmer-Verlag, 6. Auflage, 352 Seiten.
Müller, J., Bißmann, O., Poenecke, W., Schindler, O. & Rosenthal, H. (1905-1934): Deutschlands Obstsorten. Stuttgart, Deutschland; Eckstein und Stähle. Lieferung 26, Nr. 302.
Petzold, H. (1990): Apfelsorten. 4., überarbeitete und erweiterte Auflage. Leipzig & Radebeul: Neumann Verlag, S. 162.
Diese Sortenbeschreibung wurde möglich durch eine Spende von:
Alancri Stiftung
Alancri Stiftung