
Gefährungsgrad
vom Aussterben bedroht
Synonyme
Beurre Jean van Geert
Reifezeit
Mitte September erntereif, dann ca. 3 Wochen genussfähig
Herkunft
Eine belgische Sorte die Jean van Geert bei Gent aus Kernen erzogen hat. Wann dies geschah, ist nicht überliefert. Der erste Beschreibung der Sorte erfolge 1864. Schon kurz danach standen Bäume davon zu Testzwecken in deutschen Obstsammlungen, aber auch in den anderen Ländern Mitteleuropas tauchte die Sorte überall auf.
Verbreitung
Scheint bisher in Deutschland kaum verbreitet zu sein, bzw. konnten keine Bäume der Sorte bisher zugeordnet werden, da die sichere Bestimmung der Van Geerts Butterbirne erst vor kurzem möglich war. Im Erhaltungsnetzwerk ist die Sorte gesichert.
Frucht
Große birnen- bis flaschenförmige Frucht, oft nur einseitig eingeschnürt und dann einen langen Rücken bildend, kelchbauchig, zum Stiel spitz auslaufend, zum Kelch abgeplattet sodass die Frucht steht, im Querschnitt von rund bis kantig mit deutlichen Rippen.
Der Stiel geht direkt aus der Spitze hervor, kann eine kleine Rostkappe haben, der Stiel ist von 2,5 bis 4 cm lang und bis 5 mm dick, meist fleischig mit abgesetzter grüner Knospe.
Die Kelchgrube ist flach bis mitteltief, variabel von fast eben mit leichten Fleischperlen bis deutlich rippig mit Falten dazwischen, leicht hellbraun fleckig berostet. Der Kelch ist offen, verkümmert und nicht verwachsen.
Die Schale hellt nach hellgrün auf und kann an der Sonnenseite schwach rosarot gehaucht sein, bei mehr Farbe auch mit Umhöfung der Lentizellen die sonst klein und unscheinbar sind, Berostung nur als vereinzelte Flecken.
Die Kernhausachse ist geschlossen, Kammern groß und anliegend mit gut erhaltenen Kernen 8 x 4 mm.
Das Fruchtfleisch ist weiß, sehr saftig, erst knackig dann schmelzend, süßlich würzig.
Der Stiel geht direkt aus der Spitze hervor, kann eine kleine Rostkappe haben, der Stiel ist von 2,5 bis 4 cm lang und bis 5 mm dick, meist fleischig mit abgesetzter grüner Knospe.
Die Kelchgrube ist flach bis mitteltief, variabel von fast eben mit leichten Fleischperlen bis deutlich rippig mit Falten dazwischen, leicht hellbraun fleckig berostet. Der Kelch ist offen, verkümmert und nicht verwachsen.
Die Schale hellt nach hellgrün auf und kann an der Sonnenseite schwach rosarot gehaucht sein, bei mehr Farbe auch mit Umhöfung der Lentizellen die sonst klein und unscheinbar sind, Berostung nur als vereinzelte Flecken.
Die Kernhausachse ist geschlossen, Kammern groß und anliegend mit gut erhaltenen Kernen 8 x 4 mm.
Das Fruchtfleisch ist weiß, sehr saftig, erst knackig dann schmelzend, süßlich würzig.
Baum
Der Baum wächst mittelstark, bei guter Pflege auch stark. Die Verzweigung ist gut mit viel kurzem Fruchtholz. Durch den relativ früh einsetzenden und hohen Ertrag kann sich die Sorte schnell erschöpfen. Zumal aus einer Blüte oft mehrere Früchte hervorgehen. Daher wäre eine Fruchtausdünnung, auch für die Fruchtgrösse, sinnvoll. Bisher konnten, bis auf Weissflecken an den Blättern, keine Krankheitsanfälligkeiten beobachtet werden. Die Blüte erscheint mittelspät mit sechs einzelnen Blüten je Knospe.
Verwechsler
Condo, hat aber nicht so einen fleischigen Stiel, Abate Fetel wenn sie gedrungener ist,
Anbaueignung
Eine würzige Tafelbirne die für den Hausgarten empfehlenswert ist, für die Streuobstwiese nur bei guter Pflege geeignet.
Originalname
Beurre Jean van Geert
Fruchtfotos
Literatur
Lucas, E.; Oberdieck, J. G. C. (1879): Illustrirtes Handbuch der Obstkunde. Supplement Birnen. Stuttgart, Deutschland; Eugen Ulmer. Nr. 709
Leroy, A. (1869): Dictionnaire de Pomologie. Tome II - Poires. Paris, Frankreich.S. 221
Hogg, R. (1884): The Fruit Manual. Fifth Edition. London, Großbritannien. S. 522
Stoll, R. (1888): Österreichisch-Ungarische Pomologie. Klosterneuburg, Österreich; Selbstverlag. S. 219
Bredstedt, H. C.(1890): Haandboog i dansk Pomologi. 1det Bind- Paerer. Odense. Dänemark; L.C. Dreyer. S. 99
Morgan, J. (2015): The New Book Of Pears. London, Großbritanien; Chelsea Green Puplishing. S. 204
Diese Sortenbeschreibung wurde möglich durch eine Spende von:
Zeitlupe gGmbH
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