Direkt zum Inhalt
Startseite
Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt

Hauptnavigation

  • Erhalternetzwerk
    • Aufgaben und Ziele
      • Prioritäten der Sortenerhaltung
      • Sortenechtheit
    • Bedeutung der Vielfalt
    • Ausgangssituation
    • Organisationsstruktur
    • Pomologische Kommission
    • Planungen
  • Sortenbörse
    • Abgabebedingungen
    • Edelreiser
      • Äpfel
      • Birnen
      • Süßkirschen
  • Erhalter-Sammlungen
    • Erhalter
  • Sortenportraits
    • Apfel
    • Birne
    • Süßkirsche
    • Suchliste verschollene Sorten
    • Apfel
  • Mitmachen
    • Was wir anbieten
    • Was wir erwarten
    • Mustervertrag
  • Suche
  • Kontakt
    • Koordinatoren

Madame Gregoire

Verfasst von Jan Bade am 22 Januar 2026. Soweit nicht anders angegeben, liegt das Urheberrecht für alle Sortenfotos bei der Autorin/beim Autor.
Madame Gregoire
Gefährungsgrad
vom Aussterben bedroht
Synonyme
keine bekannt
Reifezeit
Erntereif ab Anfang Oktober, dann je nach Lager bis Ende November genussfähig.
Herkunft
Von Xavier Gregoire in Jodoigne (Belgien) durch Kernaussaat 1835 gewonnen und nach seiner Frau benannt. Gregoire brachte einige Sorten auf den Markt, die alle seinen Namen kombiniert mit verschiedenen Vornamen tragen. Er legte großen Wert auf vollschmelzende aromatische Tafelbirnen, daher sind andere weniger gute Sorten von ihm nicht bekannt.
Verbreitung
Wahrscheinlich in Deutschland wenig bekannt und angebaut. Zumindest sind dem Autor keine Standorte außerhalb von Sammlungen bekannt.
Frucht
Mittelgroße bis große, kegel - birnenförmige Frucht, fast regelmäßig verjüngt, meist nur einseitig eingeschnürt, dann mit seichtem Rücken, kelchbauchig, der Querschnitt ist schwach kantig, schwache Rippen laufen vom Kelch in die Frucht, Frucht steht.
Zum Stiel abgeplattet, z. T. Restrippen noch sichtbar, ohne Berostung, mit seichter Stielgrube, aus der der Stiel öfter aus Fleischringen hervorgeht, öfter eine vertiefte Naht am Stielansatz. Der Stiel ist mind. 35 mm lang, 3 mm breit, am Ansatz dicker, holzig, nur noch am Ansatz grün, sonst rotbraun, das obere Ende ist gebogen.
Die Kelchgrube verläuft flach bis mitteltief, eher eng, bis zu 10 flache, aber teils scharfkantige Rippen finden sich, ohne Berostung. Der Kelch ist halboffen, mittelgroß, Kelchblätter verwachsen, erhalten, nicht ganz rund.
Die Grundfarbe ist grün, hellt nach hellgrün auf, die Deckfarbe max. ein Viertel der Frucht überziehend, kann aber auch ganz ohne Deckfarbe sein, trüb braunrot, hellbraune Rostflecken finden sich auf jeder Frucht.
Die Kernhausachse ist leicht geöffnet, Wände liegen an, mit Nase, die Kerne sind gut erhalten 11 : 4,5 mm, geschwungen am Ende, mit Nase.
Das Fruchtfleisch geht ins Lachsfarbene, vollschmelzend, die Schale stört nicht beim Verzehr, aber ohne Schale besser, süß aromatisch.
Baum
Der Baum wächst mittelstark bis stark, was auch an dem frühen und reichen Ertrag hängt. Die Sorte verzweigt sich gut, wenn auch manchmal eigenwillig, und bildet viel kurzes Fruchtholz. Bei zu starkem Schnitt kann Schleuderwuchs einsetzen.
Leider scheint die Sorte ein Klimaverlierer zu sein, da in den letzten Jahren verstärkt Sonnenbrandschäden an den Blättern auftreten und auch starker Befall mit Weißflecken zuzunehmen scheint.
Die Blüte erscheint mittelspät mit acht einzelnen Blüten je Knospe.
Verwechsler
Der Form und Farbgebung nach sind Hofratsbirne, Minister Dr. Lucius und Alexander Lucas ähnlich, also fast einheitlich verjüngt und mit stumpfer Spitze auslaufend.
Premices de Marie Lesueur hat auch diese deutliche Rippung um den Kelch. Alle sind aber etwas eher reif und nicht so lange lagerfähig.
Anbaueignung
Ein streuobsttaugliche, vollschmelzende aromatische Tafelbirne, deren Krankheitsanfälligkeit allerdings weiter beobachtet werden muss.
Fruchtfotos
Madame Gregoire
Madame Gregoire
Madame Gregoire
Madame Gregoire
Triebe
Madame Gregoire
Literatur
Lucas, E.; Oberdieck, J. G. C. (1879): Illustrirtes Handbuch der Obstkunde. Supplement Birnen. Stuttgart, Deutschland; Eugen Ulmer. Nr. 718
Bivort, A. (1853-1860): Annales de Pomologie Belge et Etrangere. Brüssel. Reprint 1998, Turrier, Frankreich; Naturalia Publikation . S. 850
Morettini, A.; Baldini, E.; Scaramuzzi, F.; Mittemperghjer, L. (1967): Monografia delle Principali Cultivar di Pero. Florenz.Italien. S. 243
Gilbert, C. ( ohne Jahr; vor 1880): Album pomologique. Belgien. S. 294
Diese Sortenbeschreibung wurde möglich durch eine Spende von:
Zeitlupe gGmbH

Reiserabgabe

Akzessions-Nummer Name Anschrift E-Mail-Adresse
B-1241 Jan Bade Kirchweg 1
34260 Kaufungen
Deutschland
jahiba@gmx.de
B-3929 Dr. Norbert Clement Alte Kirchhofsgasse 10
35037 Marburg
Deutschland
norbert.clement@posteo.de

Gut zu wissen

  • Glossar
  • Autoren, Urheberrecht
  • Spende
  • Förderung Heidehof Stiftung

Neue Sorten

  • Weißer Klarapfel
  • Riesenboiken
  • Lord Suffield
  • "Falsche Rheinische Schafsnase"-AN
  • Erbachhofer Weinapfel
  • Landsberger Renette
  • Lanes Prinz Albert
  • Brettacher
  • Ontario
  • Rheinischer Krummstiel
  • Porzenapfel
  • Roter Winterkalvill
  • Roter Herbstkalvill
  • Weißer Wintertaffetapfel
  • Martens Sämling

Seitennummerierung

  • Vorherige Seite
  • 6
  • Nächste Seite

Kennzeichnungen

Gefährungsgrade

Am Beispiel der Kirsche:

Standardsorte

gefährdet

stark gefährdet

vom Aussterben bedroht

Regionalsorte

Das Angebot des Erhalternetzwerkes Obstsortenvielfalt ist ein Projekt des Pomologen-Verein e. V..

Bundesgeschäftsstelle
Ulrich Kubina, Husumer Straße 16, 20251 Hamburg
Telefon (040) 46 06 37 55, Telefax (040) 46 06 39 93
Impressum & Datenschutz

Benutzermenü

  • Anmelden